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Förderverein "Park Hohenrode" e.V.

Bürgerstiftung Park Hohenrode

historische Parkanalage mit bedeutender dendrologischer Sammlung
Zukunft

Die Zukunft des Parks

Zurzeit werden umfassende Nutzungskonzepte mit ökologisch-historischem Schwerpunkt diskutiert. Sie stehen im Zeichen der Versöhnung zwischen Mensch und Natur.

Das Wiederherstellungskonzept

1999 wurde durch die Stadt Nordhausen und mit Unterstützung des Landesamts für Denkmalpflege Thüringen für den Park ein Wiederherstellungskonzept mit Kostenschätzung in Auftrag gegeben (Verfasserin Barbara Vogt). Es stützte sich auf die Diplomarbeit B. Vogts aus dem Jahr 1994, in der die Geschichte und der aktuelle Bestand eingehend untersucht worden waren. Als Schlussfolgerung beider Arbeiten wurde nachgewiesen, dass beide Parkteile entsprechend ihrer jeweiligen Erstanlage im Original erhalten sind. Wege sind zum Teil in ihrer Form verschliffen, verlaufen jedoch überall mehr oder weniger auf den ursprünglichen Linien. Zahlreiche Gehölze fehlen, viele ältere Gehölze sind altersbedingt abgängig. Der Park wird durch einen dichten Bestand von Herkulesstauden stark beeinträchtigt. Die Bekämpfung der Herkulesstaude wird durch die Eigentümer ohne Erfolg betrieben. Der Förderverein hat in Zusammenarbeit mit Schülern des Humboldtgymnasiums mit der Bekämpfung der Stauden begonnen.

Mithin richten sich die vorgeschlagenen Maßnahmen in einer ersten Stufe auf das Freihalten der Wege, im zweiten Schritt auf die Wiederherstellung in ihrem Originalverlauf und eine regelmäßige Pflege der wassergebundenen Wegedecken. Bei den Altgehölzen sind Maßnahmen der Kronenpflege, etwa die Entfernung von Totästen, nötig. Ein bis ins Einzelne ausgearbeiteter Plan zur Nachpflanzung der Baumsammlung wurde auf Basis der genauen Gehölzdokumentationen aus den Jahren 1921, 1930, 1963 und 1994 erstellt. Notwendig ist die Entfernung des aufgekommenen Unterholzes sowie selbstausgesamter Bäume und Sträucher auf den gesamten 10 Hektar Fläche. Die Bekämpfung der Herkulesstaude kann nur mechanisch erfolgen und erfordert voraussichtlich etwa 5-7 Jahre Wiesenmahd in kurzen Abständen. Danach kann eine zweischürige Mahd aufgenommen werden. Im Rahmen des Wiederherstellungskonzepts wurden auch die Kosten für die Wiederherstellung der Schmuckpflanzungen vor der Villa sowie zur öffentlichen Nutzung der Parkanlage (Baumbeschilderung, Bänke) kalkuliert.

Kosten und Maßnahmen zur Wiederherstellung der Parkgebäude waren nicht Gegenstand des Auftrags.

Wiederherstellungs-Konzept auf der Seite Literatur

Nutzungskonzept

Der Park ist bei allen Nordhäusern bekannt und nach wie vor beliebt als romantischer Spaziergang. Seine kunstvolle Gestaltung verfehlt bis heute ihre Wirkung nicht. Das Bewusstsein, eine Sammlung wertvoller Bäume zu erleben, ist bei allen Besuchern vorhanden und Informationen hierzu werden regelmäßig nachgefragt.

Die nachfolgenden Projekt werden zum Teil schon umgesetzt und sollen langfristig auf eine breitere Basis gestellt werden.

Projekte zur kulturellen Nutzung und Aneignung

  • Der Park als Bildungsraum für Erwachsene und Kinder
    Baumsammlung: Die wertvollen und seltenen Bäume sollen eine Beschilderung erhalten. Themenzentrierte, regelmäßige Führungen vermitteln darüber hinaus die Besonderheiten und den ästhetischen Wert der Gehölze.
    Gartenkunst: Die original erhaltene Gestaltung des 19. Jahrhunderts mit ihren ineinander überfließenden Gartenräumen, den Bodenmodellierungen und Nutzgartenbereichen wird in regelmäßigen Führungen erläutert. Ergänzend finden Vorträge zur Gartenkunstgeschichte statt.
    Vogelwelt: Es sollen regelmäßig Führungen zur reichen Vogelwelt des Parks stattfinden.
    Alle Themen werden zur Zeit entsprechend den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen als Erlebnisführungen entwickelt.
  • Der Park, ein Ort der Kultur
    Musikalische und szenische Aufführungen, Kleinkunst, Licht- Inszenierungen, Skulpturen-Ausstellungen, etc. verbinden sich mit Gartenkunst zu einem einzigartigen Kunstereignis.
  • Der Park, ein Ort der Kreativität
    Viele Nordhäuserinnen nutzen den Park als Anregung für eigene floristische Kreationen – bisher fast im Verborgenen. Angebote zum Gestalten mit Pflanzen sowie größere temporäre Installationen im Sinne der Landart sind geplant.
  • Der Park, ein Ort des Genusses
    Zurzeit wird anlässlich von Festen und Veranstaltungen hausgemachter Kaffee & Kuchen angeboten. Die langfristige Einrichtung einer Bewirtungsmöglichkeit im Park könnte im Rahmen eines umfassenden Nutzungskonzepts erfolgen.